RFID in der Systemgastronomie bei BASF
„Ja, ich würde mich wieder für pabis entscheiden“ - Industrie 4.0-Lösung „pabis“ kommt auch beim Küchenchef von BASF gut an
In Ludwigshafen erfolgt das Bezahlen für zwei BASF-Betriebsgaststätten vollautomatisiert, dank der RFID-Lösung pabis. Auf allen Geschirrteilen ist ein RFID-Transponder angebracht, welcher erkennt, welche Speise auf dem Teller liegt und wie viel diese kostet. Für 2800 Essensgäste pro Tag heißt dies: entspannte Mittagspausen ohne Schlange und mehr Zeit für die Verköstigung. pabis steht für Payment by intelligent solutions und ist eine Industrie 4.0 Lösung.
Joachim Hirl, Küchenchef der BASF im Gespräch mit avus
Welche Beweggründe veranlassten BASF, sich erneut für pabis zu entscheiden?
pabis wurde bereits 2014 in der Betriebsgaststätte Rheinufer Süd eingeführt. Da die Erfahrungswerte sehr gut waren und BASF nach wie vor sehr zufrieden mit dieser innovativen Lösung ist, wurde entschieden, eine weitere Betriebsgaststätte mit pabis auszustatten. Auch das neue Bewirtungskonzept konnte sehr gut mit pabis umgesetzt werden. Die neue Betriebsgaststätte von BASF ist nun thematisch nach Speisen aufgebaut (Pasta/Pizza, Regionale Speisen, Salatbar usw.). Hinter jeder „Essensinsel“ befindet sich eine eigene Kasse. Dadurch erhöht sich die Anzahl der Kassen. Mehr Mitarbeiter bedarf es jedoch nicht. Stattdessen genügte eine einmalige Installation, was deutlich geringere Kosten verursachte.
Wie verlief die Einführung von pabis? Gab es Anfangsschwierigkeiten?
Die Einführung mit pabis verlief zu Beginn mit kleinen Problemen bezüglich der angeklebten Transponder. Es wurde sofort nach einer neuen Klebetechnik gesucht und die Startschwierigkeiten waren damit schnell behoben. Heute sind die Transponder bombenfest.
Hat sich für das Küchenpersonal durch pabis etwas verändert?
Der morgendliche Ablauf hat sich etwas verändert und es müssen die Antennenplätze programmiert werden, die in den Essensausgabetheken integriert sind. Mit etwas Übung sind dies aber nur wenige Minuten. Jeder einzelne Antennenplatz hat somit die Bezeichnung und den Preis eines Gerichts gespeichert, sodass der Teller bereits diese Informationen trägt, sobald der Gast das Gericht entnimmt. Außerdem müssen die Mitarbeiter die Beilagen wie beispielweise Salate und Nachspeisen vorportionieren, auf Tabletts mit integriertem „Belade-Reader“ laden und die Gerichte über einen Touch-PC in die Datenbank eingeben. Auch diese Veränderungen sind nicht negativ anzusehen, sondern erfordern lediglich eine gewisse Umstellung.
Sind die Essensgäste zufrieden mit pabis?
Die Essensgäste haben keinerlei Probleme mit der RFID-Technik. Es kommen nur sehr wenige Reklamationen, die sich nicht mit der Technik befassen. Dadurch, dass die Essensgäste durch interne Medien wie E-Mails, Mitarbeiterzeitung und Infopakete vorab über die innovative RFID-Kantinenlösung informiert wurden und 8 Wochen von Hostessen begleitet wurden, ergaben sich bei der Abrechnung an der Kasse keine Schwierigkeiten. Bei Essensgästen, die noch keine Berührungspunkte damit hatten, ist immer wieder zu sehen, wie diese von anderen Essensgästen lernen und der Bezahlvorgang nahezu intuitiv funktioniert.
Was sind aus der heutigen Sicht die Vorteile von pabis?
„Es ist ein klarer Zeitvorteil vorhanden, sodass die Transaktionen der Kasse deutlich zügiger gehen und weniger Warteschlangen vorhanden sind“, erklärt Herr Hirl. Außerdem haben die Vertrauenskassen keinen Einfluss auf den Personalstand, sondern es veränderten sich lediglich die Arbeitsaufgaben der Mitarbeiter. Die Mitarbeiter sind nun vielseitiger beim Tagesablauf eingebunden. Sie helfen nicht nur bei der Vorbereitung und der Essensausgabe, sondern stehen dem Gast auch jederzeit bei Fragen zur Verfügung. Dadurch stehen die Mitarbeiter in noch engerem Kontakt mit den Gästen.
Sind Sie zufrieden mit pabis und würden Sie sich erneut für pabis entscheiden?
Für BASF und in Bezug auf das neue Konzept in der Betriebsgaststätte passt pabis sehr gut. pabis bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich. Gerade bei der Essensausgabe muss darauf geachtet werden, dass der Teller über den Antennenplatz gereicht und gleichzeitig Kundenkontakt gehalten wird. „Ich bin jedoch selbst sehr innovativ eingestellt und offen für Neues. "Man muss auch mal den Mut haben, etwas Neues zu probieren. Daher würde ich mich jederzeit wieder für pabis entscheiden“, so Herr Hirl.